Ideen für Bücher – wie komme ich darauf?

Ich wurde bereits einige Male gefragt, wie ich denn auf die Ideen für meine Bücher käme. Das passiert bei mir auf ziemlich vielfältige Weise. Manchmal sind es Filme oder Serien, die den Wunsch in mir wecken, etwas in dieser Richtung (oder anders) zu schreiben. Meistens sind es jedoch Bilder.

Da mein Vater ein großer Fan von Künstlern wie Luis Royo ist, kam ich schon früh in Kontakt mit dessen fantastischen Bildern. Sie zeigten mir andere Welten und ließen mich überlegen, was die dargestellten Szenen wohl ausgelöst haben könnte. Wer waren diese Personen? Waren sie Helden, Bösewichte oder ganz normale Menschen wie ich? Was hatte sie in genau diese Position gebracht, die auf dem Bild verewigt gewesen war?

Sirana selbst entstand aufgrund eines einzigen Bildes, das ich gesehen habe. Leider weiß ich nicht mehr, von wem es stammte und konnte es daher auch nicht mehr wiederfinden. Im Grunde war es nur eine halbnackte Frau, die durch eine sengende Wüste lief. Wer diese Frau war und wieso sie dort war, wusste ich nicht. Ich ließ mich davon inspirieren und erschuf das Sirana Universum. (dass dies rund 2 Jahre dauerte und viele Nerven gekostet hat, lass ich mal geschmeidig unter den Tisch fallen 😉 )

Oft geschieht dies gar nicht bewusst bei mir. Ich schreibe einfach darauf los und lasse mich selbst überraschen, wohin die Reise geht. Wenn ich von Anfang an wüsste, wer diese Charaktere sind und was sie vorhaben, fehlt mir irgendwie oft der Reiz, ihre Geschichte niederzuschreiben.

Obwohl ich die Bücher schreibe, kommt es mir oftmals so vor, als würden mir die Geschichten von ihren Charakteren diktiert. Sie haben Wendungen, die ich selbst nicht erahnt hatte. Schon öfters haben sie sich ganz anders verhalten, als ich es “geplant” hatte. Genau diese Momente sind es, die mich als Autor immer wieder begeistern. Wenn sich eine Geschichte verselbstständigt und in eine ganz andere Richtung entwickelt. Das ist es, was mir Freude bereitet.

Mein Ziel beim Schreiben

Beim Schreiben ist es mein größtes Ziel, meine Leser in ein anderes Leben zu entführen. Ich möchte sie herausreißen aus ihrem Alltag und ihnen fantastische Abenteuer zeigen. Ich selbst wurde von einem Schriftsteller auf diese Reise mitgenommen, der leider nicht mehr lebt. Robert E. Howard – der geistige Vater von Conan erschuf einen Helden, dessen Leben mich mit jedem der 40 Bücher mehr fesselte. Er war großartig, erlebte alles, was ich niemals haben würde und war gleichzeitig nicht perfekt. Er ermöglichte es mir, in eine fremde Welt voller Magie, mutiger Helden, fieser Schurken und unglaublichen Wesen abzutauchen.

Wenn ich durch meine Bücher auch nur ansatzweise den selben Effekt bei meinen Lesern erziele, dann war es die ganze Arbeit wert.

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